2010. október 20., szerda

Grundlage von Identität

Zu Freuds Zeiten schien klar zu sein, was ein Mann und
was eine Frau ist. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Die
geschlechtliche Polarisierung hat auf der psychischen Ebene
ihren zwingenden Charakter eingebüßt. Bliebe also der
Körper, die Differenz zwischen Vagina und Penis, zwischen
Gebärfähigkeit und größerer Körperkraft. Diese Differenz
aber zu einer wesentlichen Grundlage von Identität Viagra zu
machen, erscheint etwas dürftig, wenn man sie gedanklich
von der gewohnten kulturellen Verklärung und dem
Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen befreit.
Bei nüchterner Betrachtung muss man konstatieren, dass
diese Differenz in hoch technisierten Gesellschaften das
Leben des Einzelnen eigentlich wenig bestimmen kann,
Gesellschaften, in denen sowohl die Gebärfähigkeit als
auch die Muskelkraft im Lauf eines Lebens Viagra Kaufen immer seltener
"zum Einsatz" kommt. Ich will damit nicht sagen, dass das
Wahrnehmen der geschlechtlichen Differenz nicht auch
Neid hervorruft. Mit Irene Fast (1991) bin ich aber der Meinung,
dass sich dieser Differenzierungsprozess nicht notwendigerweise
von anderen psychischen Differenzierungsprozessen
(wie z. B. in Selbst und Andere) unterscheidet, in
deren Verlauf zunächst die Verleugnung der Differenz im
Vordergrund steht, gefolgt von einem wütenden Protest, der
schließlich zu einer Verarbeitung des Verlustgefühls führt.  Die kulturelle Verschiedenheit von Männern und Frauen,
die sich aus der Tradierung des patriarchalen Geschlechterverhältnisses
ergibt, wiegt jedenfalls schwerer als die
körperliche Differenz, die kulturell an Bedeutung verliert
und ihre gesellschaftliche Relevanz zunehmend einbüßt.
Dies ist sicher auch ein Grund dafür, dass die Emanzipationsbestrebungen
von Frauen in den zurückliegenden
Jahrzehnten in den westlichen Industriegesellschaften eine
so große Durchschlagskraft entfalten konnten. Durch die
veränderten gesellschaftlichen Produktionsbedingungen
geriet das traditionell patriarchal strukturierte Geschlechterverhältnis
zunehmend unter Legitimationsdruck (vgl.
Düring 1995).
Wenn ich im Folgenden über die Probleme Viagra bestellen der psychosexuellen
Entwicklung von Frauen nachdenke, so setze ich
voraus, dass sich diese Entwicklung im zeit- und kulturspezifischen
Kontext begreifen lässt, ja stärker noch, dass die
spezifischen Probleme der weiblichen Entwicklung kulturund
zeitgeschichtliche Konflikte sind.

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